Local SEO

Was Local SEO kostet und warum die Preisspanne so groß ist

Local SEO kostet zwischen ein paar hundert und ein paar tausend Euro im Monat, und der Unterschied ist keine Marge, sondern Arbeitszeit. Die ehrliche Rechnung für beide Seiten.

Kostenlos & unverbindlich · sinnvoll ab ca. 10.000 € monatlichem Werbebudget.

Wenn du nach Local-SEO-Preisen suchst, bekommst du fast überall dieselbe Antwort: „Das kommt auf Ihre Ziele an." Ich finde, die Frage verdient Zahlen. Also: Local SEO kostet in Deutschland zwischen wenigen hundert und einigen tausend Euro im Monat, dazu meist eine einmalige Einrichtung im vierstelligen Bereich. Und der Unterschied zwischen dem 400-Euro-Angebot und dem 1.500-Euro-Angebot ist fast nie die Methode. Es ist die Arbeitszeit, die tatsächlich bei dir ankommt.

Woher ich das nehme? Aus den Leistungslisten. Die lesen sich überall fast gleich: Profil-Optimierung, Bewertungsmanagement, lokale Backlinks, monatliches Reporting. Das steht im 300-Euro-Angebot genauso wie im 2.000-Euro-Angebot. Auf dem Papier kaufst du zweimal dasselbe. In Wirklichkeit nicht einmal annähernd.

Die Spannen im Markt, grob sortiert

Unter etwa 800 Euro im Monat läuft das Massengeschäft: standardisierte Pauschalen, ein Betreuer für sehr viele Kunden, Reports aus der Vorlage. Zwischen rund 1.000 und 2.500 Euro arbeiten Freelancer und kleine Agenturen, die pro Kunde wirklich Stunden einplanen. Darüber beginnt die Liga, in der bezahlte Kanäle dazukommen, meist Google Ads, manchmal mehrere Standorte.

Dazu kommt fast immer eine einmalige Einrichtung, typisch vierstellig. Darin stecken Bestandsaufnahme, Profil-Aufbau, die Grundlagen auf der Website und das Messsystem für Anrufe und Anfragen. Wer keine Einrichtung berechnet, plant meist auch keine. Dann startet die Betreuung auf einem Fundament, das nie jemand geprüft hat.

Die Rechnung hinter der Billig-Pauschale

Nimm ein Angebot für 500 Euro im Monat und rechne es von der anderen Seite. Damit sich Gehälter, Vertrieb und Marge tragen, verwaltet ein Betreuer in solchen Modellen 40, 50, manchmal 80 Kunden parallel (eine 40-Stunden-Woche geteilt durch 60 Kunden sind 40 Minuten pro Kunde und Woche, bevor die erste E-Mail beantwortet ist). Übrig bleiben ein bis zwei Stunden pro Kunde. Im Monat.

Und in denen steckt der Report schon drin.

Das ist keine Böswilligkeit, das ist Division. Für den Preis kann niemand jeden Monat ernsthaft an deinen Bewertungen, deinen Inhalten und deinen Links arbeiten. Auffallen tut es lange nicht, weil der Report trotzdem kommt: pünktlich, hübsch, mit Rankings und Impressionen. Was in dem Monat konkret getan wurde, steht selten drin. Frag mal danach. Die Antwort ist der ehrlichste Qualitätstest, den ich kenne.

Was echte monatliche Betreuung enthält

Damit du die Stunden einordnen kannst: Das ist die Arbeit, die lokale Sichtbarkeit wirklich bewegt. Monat für Monat, nicht einmalig.

  • Bewertungs-Motor am Laufen halten. Den Prozess im Betrieb verankern, Ziel zwei neue Bewertungen pro Woche, auf jede antworten, ein Zweitportal parallel bestücken. Ich betreue ein Profil mit 4,9 Sternen und dem besten Kategorien-Setup im Umkreis, das trotzdem hinter Wettbewerbern mit 157 Bewertungen liegt, bei 36 eigenen. Menge braucht Monate. Genau deshalb ist das Dauerarbeit und kein Projekt.
  • Profil-Pflege. Monatlich zwei, drei neue Fotos, Leistungen und Kategorien nachschärfen, Fragen und fremde Einträge im Blick behalten.
  • Content mit Kaufabsicht. Seiten wie „Was kostet ein Implantat" bringen Anfragen, weil sie kurz vor der Entscheidung gelesen werden. Generische Ratgeber bringen Besucher und sonst nichts.
  • Lokale Links. Vereins-Sponsoring, IHK, lokale Presse, bestehende Partner um eine Verlinkung bitten. Der langsamste Hebel, und ab einem gewissen Punkt der einzige, der noch trägt.
  • Messung auf Anrufe und Aufträge. Nicht auf Rankings. Anruf-Klicks, Formulare und Buchungen sauber erfassen, sonst feierst du Positionen statt Umsatz.

Genauso aufschlussreich ist, was in keine Monatspauschale gehört: Branchenverzeichnisse macht man einmal sauber und lässt sie liegen. Wer sie dir monatlich berechnet, berechnet Stillstand. Ähnlich die wöchentlichen Google-Posts als angebliche Ranking-Arbeit: nett fürs Schaufenster, einen messbaren Effekt aufs Ranking habe ich noch nie gesehen.

Rechne die Liste in Stunden um und du landest bei einem guten Arbeitstag im Monat, eher mehr. Deshalb ist ernsthafte Betreuung selten unter 1.000 Euro zu haben. Nicht weil die Branche frech kalkuliert, sondern weil dahinter Stunden von jemandem stehen, der davon lebt.

Meine eigenen Zahlen, offen hingelegt

Damit das nicht abstrakt bleibt, meine Preise: Lokale Betreuung startet bei mir bei 1.200 Euro im Monat plus 1.500 Euro Einrichtung. Die größeren Pakete, in denen Google Ads und danach Meta dazukommen, liegen bei 1.900 und 2.900 Euro monatlich, alles netto. Dafür nehme ich wenige Betriebe an, höchstens einen pro Branche und Region, und mache die Arbeit selbst, statt sie zu verwalten.

Ob das für deinen Betrieb viel Geld ist, entscheidet nicht mein Angebot, sondern dein Auftragswert. Dazu gleich mehr. Vorher eine Kalkulationshilfe, die du auf jedes Angebot anwenden kannst, auch auf meins: Teile den Monatspreis durch einen ehrlichen Stundensatz von 80 bis 120 Euro. Das Ergebnis ist die Obergrenze an Arbeitszeit, die drinstecken kann. Bei 500 Euro sind das bestenfalls fünf, sechs Stunden, von denen Reporting und Abstimmung noch abgehen. Miss die Leistungsliste daran.

Die Gegenrechnung über den Auftragswert

Jetzt die andere Seite. Ein Dachdecker mit 8.000 Euro pro Auftrag, eine Praxis mit vierstelligen Behandlungsplänen, ein Küchenstudio mit 20.000-Euro-Projekten: Bei solchen Werten bezahlt ein einziger zusätzlicher Auftrag mehrere Monate Betreuung. Auch konservativ gerechnet. Bei 8.000 Euro Auftragswert und 40 Prozent Marge bleiben 3.200 Euro Gewinn, das deckt zweieinhalb Monate zu 1.200 Euro. Kommen zwei Aufträge im Monat dazu, ist die Frage nicht mehr, ob du dir Betreuung leisten kannst.

Trägt sich das für deinen Betrieb?
Drei Regler: dein Auftragswert, deine Erwartung, die Betreuungskosten. Die Antwort steht rechts.
Beispiel: 8.000 € Auftragswert, 2 zusätzliche Aufträge
16.000 € / Monat
Betreuungskosten
1.200 € / Monat

Führ die Rechnung nur ehrlich: mit Gewinn statt Umsatz, und mit allem, was Kundengewinnung dich sonst noch kostet, deine eigene Zeit eingeschlossen. Wie du deine Akquisekosten vollständig rechnest, habe ich separat aufgeschrieben.

Wann sich bezahlte Betreuung nicht lohnt

Und jetzt der Teil, der in Preisartikeln von Agenturen meistens fehlt: Es gibt Betriebe, denen ich abrate.

Wenn dein Einzugsgebiet sehr klein ist, zwei, drei ernsthafte Wettbewerber und überschaubares Suchvolumen, ist die Karte schnell verteilt. Ein einmal sauber aufgebautes Profil hält dort oft Jahre. Und wenn deine Auftragswerte klein sind, zweistellig oder niedrig dreistellig, brauchst du so viele zusätzliche Kunden, bis sich 1.200 Euro tragen, dass die Rechnung selten aufgeht. Dann lass es. Im Ernst.

Für beide Fälle reicht das Fundament in Eigenregie: das Google-Unternehmensprofil einmal vollständig aufbauen, mit den richtigen Kategorien, aktuellen Fotos, gepflegten Öffnungszeiten und überall derselben Schreibweise von Name, Adresse und Telefonnummer. Danach genau ein Prozess: nach jedem gelungenen Termin um eine Bewertung bitten, Ziel zwei pro Woche, auf jede antworten. Das kostet Disziplin statt Geld, und in kleinen Märkten schlägt es die meisten Wettbewerber. Die einzelnen Schritte stehen im Local-SEO-Überblick.

Für alle anderen gilt: Teuer ist nicht das große Paket. Teuer ist die Pauschale, hinter der niemand arbeitet.

Häufige Fragen

Was kostet Local SEO pro Monat?

In Deutschland zwischen wenigen hundert und einigen tausend Euro. Unter etwa 1.000 Euro bekommst du meist Verwaltung mit Report, darüber wird echte monatliche Arbeit realistisch. Dazu kommt fast immer eine einmalige, vierstellige Einrichtung.

Warum ist Local SEO bei manchen Agenturen so billig?

Weil ein Betreuer dort 40 bis 80 Kunden parallel verwaltet. Pro Kunde bleiben ein bis zwei Stunden im Monat, Reporting eingeschlossen. Das Angebot liest sich wie das teure, die Arbeitszeit dahinter ist ein Bruchteil.

Woran erkenne ich, ob ich für den Preis echte Arbeit bekomme?

Frag, was im letzten Monat konkret passiert ist: welche Bewertungen dazukamen, welche Inhalte und Links entstanden sind, wie viele Anrufe gemessen wurden. Ein Ranking-Report ist keine Antwort. Und teile den Monatspreis durch 80 bis 120 Euro Stundensatz.

Was kostet die Einrichtung am Anfang?

Einmalig meist einen vierstelligen Betrag. Darin stecken Bestandsaufnahme, Profil-Aufbau, Website-Grundlagen und das Messsystem für Anrufe und Anfragen. Bei mir sind es je nach Paket 1.500 bis 2.500 Euro.

Kann ich Local SEO selbst machen?

Das Fundament ja: das Profil einmal vollständig aufbauen und danach dauerhaft zwei Bewertungen pro Woche einsammeln. In kleinen Märkten reicht das oft. Bezahlte Betreuung lohnt sich erst, wenn Einzugsgebiet und Auftragswerte groß genug sind.

Wie schnell rechnet sich Local SEO?

Rechne in Monaten, nicht Wochen: Bewertungen, Inhalte und Links bauen sich langsam auf, wirken dafür dauerhaft. Bei vierstelligen Auftragswerten zahlt oft schon ein einziger zusätzlicher Auftrag mehrere Monate Betreuung.

Rechne mit Aufträgen, nicht mit Pauschalen.

Im Local Pack stehen drei Pakete mit Preisen drin, ohne Anfrage-Formular-Versteckspiel. Und in der kostenlosen Potenzialanalyse rechnen wir vorher, ob es sich für deinen Betrieb trägt.