Google Ads

Was Google Ads bei teuren Produkten wirklich kostet

Was Google Ads kostet, hängt an drei Dingen: Klickbudget, Betreuung und dem Preis von schlechtem Setup. Hier die ehrliche Rechnung aus Sicht teurer Produkte – nicht die übliche CPC-Tabelle.

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Such mal nach „google ads kosten". Du bekommst dutzende Seiten mit derselben Tabelle: Klickpreis nach Branche, Handwerker 2 Euro, Anwalt 12 Euro, Startbudget ab 500 Euro im Monat. Für einen Shop mit 40-Euro-Produkten ist das auch genau die richtige Frage. Für ein Produkt, das ab 10.000 Euro kostet und über Wochen verkauft wird, ist es die falsche.

Bei teuren Produkten sind die Kosten nämlich nicht das eigentliche Thema. Ein Klick für 18 Euro ist kein Problem, wenn am Ende ein 17.000-Euro-Auftrag steht. Ein Klick für 2 Euro ist eins, wenn er dich nirgendwo hinführt. Die Frage ist nie „Was kostet der Klick?", sondern „Was kostet mich ein unterschriebener Auftrag – und wo verbrenne ich gerade Geld, ohne es zu merken?".

Ich trenne hier drei Kostenblöcke, die in den meisten Ratgebern durcheinanderlaufen. Das Mediabudget (was Google bekommt). Die Betreuung (was der Mensch kostet, der das Konto führt). Und einen dritten, über den fast niemand schreibt – den Preis eines schlechten Setups. Der ist bei teuren Produkten meistens der teuerste.

Was kostet Google Ads bei dir?
Schieb das Budget – Agentur-Prozente gegen feste Freelancer-Pauschale.
Agentur · 18 % vom Budget
1.440 €
Freelancer · feste Pauschale
1.900 €

Richtwerte für hochpreisige Konten, kein Angebot. Der Punkt: Prozent-vom-Budget steigt mit jedem Euro Mediaspend – eine Pauschale nicht.

Drei Kostenblöcke, ein Konto
Beispiel: 10.000 € Mediabudget im Monat. Wo das Geld wirklich hingeht.

Was du planst

Block 1Mediabudget10.000 € → an Google, für Klicks
Block 2Betreuung~1.000–2.000 € → an den, der's führt
ErgebnisAufträgegeplant: voller Gegenwert

Was bei schlechtem Setup passiert

Block 1Mediabudget10.000 € fließen ab
Block 3Versteckter Preisfalsche Keywords, lückenhaftes Tracking, Bidding blind
ErgebnisAufträgeein Bruchteil – Rest verbrannt

Block 1 und 2 stehen auf der Rechnung. Block 3 nicht. Er ist trotzdem da – und bei einem fünfstelligen Budget oft größer als die Betreuungskosten, über die alle reden.

Block 1: Das Mediabudget – was Google bekommt

Das Mediabudget ist das Geld, das du direkt an Google zahlst – jedes Mal, wenn jemand auf deine Anzeige klickt. Google funktioniert wie eine Auktion. Du bietest auf Suchbegriffe, und was ein Klick kostet, hängt daran, wie viele Mitbewerber auf denselben Begriff bieten und wie gut deine Anzeige passt.

Hier wird es bei teuren Produkten interessant. Die Standard-Tabellen nennen für B2B-Begriffe gern 5 bis 20 Euro pro Klick, in spitzen Nischen auch mal 30 bis 80. Klingt brutal. Ist es aber nur, solange man den Klick isoliert ansieht. Rechne rückwärts: Hinter einem Begriff steckt ein 15.000-Euro-Auftrag mit guter Marge. Wenn von hundert Klicks drei zu einer Anfrage werden und davon jede dritte abschließt, trägt ein einziger Auftrag locker die hundert Klicks. Der teure Klick ist also nicht das Problem.

Das Problem ist der teure Klick, der auf eine schwache Landingpage trifft, von einem Tracking gemessen wird, das die Hälfte verliert, und in einem Bidding landet, das gar nicht weiß, welcher Klick je zu Umsatz wurde. Dann zahlst du Premium-Preise für Traffic und schmeißt das Ergebnis weg.

Wie viel Mediabudget du brauchst, hängt nicht an einer pauschalen Untergrenze, sondern an deinem Klickpreis und deiner Conversion-Rate. Faustregel: genug Budget, um pro Monat verlässlich auf eine zweistellige Zahl an Conversions zu kommen. Sonst hat weder Googles Smart Bidding noch du selbst genug Datenpunkte, um irgendwas sinnvoll zu steuern. Bei B2B-Klickpreisen heißt das in der Praxis selten unter ein paar tausend Euro im Monat. Darunter ist es eher ein Test als eine Kampagne. Wie ich Budget für teure Produkte ansetze, steht ausführlicher auf der Seite zu hochpreisigen Produkten.

Block 2: Die Betreuung – Freelancer, Agentur und die Preismodelle

Das Konto führt sich nicht von selbst. Jemand muss die Kampagnen aufsetzen, Suchbegriffe ausschließen, Gebote justieren, Anzeigen testen, das Tracking sauber halten. Das ist der zweite Block – und der, bei dem die Modelle am meisten durcheinandergehen. Drei sind verbreitet.

ModellTypische SpanneWann es passtDer Haken
Monatspauschale Freelancer ~500–1.500 €, Agentur ~800–2.500 € Stabiler Aufwand, planbar für beide Seiten Bei großem Budget wirkt die Pauschale günstig – muss aber den Aufwand decken
% vom Mediabudget meist 10–20 % Große, schwankende Budgets Bestraft dich fürs Skalieren, belohnt den Dienstleister fürs Geldausgeben – nicht fürs Ergebnis
Stundensatz ~80–150 €/Std. Projekte, Audits, einmaliges Setup Schwer zu deckeln, intransparent bei laufender Betreuung

Beim Prozentmodell lohnt es sich, kurz innezuhalten. Klingt fair – mehr Budget, mehr Arbeit, mehr Honorar. Aber der Aufwand für ein Konto wächst nicht linear mit dem Budget. Ein gut laufendes 30.000-Euro-Konto macht oft weniger Arbeit als ein chaotisches mit 8.000. Heißt: Beim Prozentmodell hat dein Dienstleister ein eingebautes Interesse daran, dass dein Mediabudget wächst – nicht zwingend, dass dein Kosten-pro-Auftrag sinkt. Kein Betrug, ein leiser Interessenkonflikt. Aber du solltest ihn kennen.

Die oft zitierte Faustregel „die Betreuung sollte nicht über 30 % des Mediabudgets liegen" stimmt für kleine Konten und kippt bei großen. Bei 10.000 Euro Budget wären 30 % satte 3.000 Euro Betreuung – das zahlst du in aller Regel nicht. Realistisch landest du eher bei einer Pauschale im niedrigen vierstelligen Bereich, die mit dem Budget nicht mitwächst. Genau deshalb arbeite ich als Freelancer lieber mit einer ehrlichen Pauschale als mit Prozent. Du sollst dafür zahlen, dass jemand dein Konto besser macht – nicht dafür, dass er dich beim Mehrausgeben begleitet. Wie eine laufende Betreuung bei mir konkret aussieht, steht auf der eigenen Seite.

Freelancer gegen Agentur, kurz und ehrlich: Eine Agentur bringt ein Team, Vertretung im Urlaub und einen Markennamen – und kostet das auch. Oft fasst dann ein Junior dein Konto an, während der Senior im Pitch saß. Beim Freelancer arbeitet der, mit dem du sprichst. Weniger Overhead, kürzere Wege, dafür eine Person. Für teure, erklärungsbedürftige Produkte, wo es auf Tiefe statt Reichweite ankommt, ist das oft der bessere Schnitt. Vorausgesetzt, der Freelancer kennt sich mit langen Sales Cycles aus.

Block 3: Der versteckte Preis von schlechtem Setup

Jetzt der Block, der auf keiner Rechnung steht und trotzdem am meisten kostet. Bei teuren Produkten ist verbranntes Budget kein Cent-Problem. Es ist ein Vermögen. Ein Konto mit 10.000 Euro im Monat, das 30 % seines Budgets in untaugliche Suchanfragen, falsche Standorte oder eine kaputte Conversion-Messung kippt, verliert im Jahr 36.000 Euro. Das ist mehr als die gesamte Jahresbetreuung – und niemand schickt dir dafür eine Rechnung.

Wo das Geld typischerweise verschwindet:

  • Falsche Suchbegriffe. Ohne saubere Ausschlusslisten zahlst du für „kostenlos", „job", „gebraucht", „selber machen" – Klicks von Leuten, die nie kaufen. Bei 18 Euro pro Klick summiert sich das schnell.
  • Lückenhaftes Tracking. Kommt die Hälfte deiner Conversions wegen Adblockern und kurzen Cookie-Laufzeiten gar nicht erst im Konto an, optimiert Google auf ein falsches Bild. Das ist das teuerste Leck überhaupt, weil es jede andere Entscheidung vergiftet. Wie man es schließt, steht im Performance-Marketing-Überblick.
  • Blindes Bidding. Smart Bidding ist nur so klug wie seine Daten. Fütterst du es mit „Anfrage" statt „17.000-Euro-Auftrag", jagt es billigen Leads hinterher, die nie abschließen, und meidet die teuren, die es täten.
  • Der Offline-Abschluss, der nie zurückkommt. Der große blinde Fleck bei teuren Produkten. Der Auftrag fällt am Telefon, im Termin, drei Wochen nach dem Klick. Spielst du diesen Abschluss nicht ins System zurück, sieht Google nur einen Klick, der ins Leere lief – und steuert dein Geld weg von genau dem Kanal, der den Umsatz gebracht hat.

An dem Punkt unterscheidet sich meine Sicht von der üblichen Kosten-Tabelle. Die meisten Ratgeber rechnen dir Block 1 und 2 vor und nennen das „die Kosten". Bei teuren Produkten entscheidet aber Block 3, ob sich das Ganze rechnet. Du kannst beim Mediabudget und bei der Betreuung jeden Euro feilschen – wenn dein Setup das Budget verbrennt, hast du an der falschen Stelle gespart.

Die einzige Zahl, die zählt: Kosten pro Auftrag

Vergiss für einen Moment den Klickpreis. Die Kennzahl, an der du eine Google-Ads-Investition bei teuren Produkten misst, ist der Preis pro unterschriebenem Auftrag. Mediabudget plus Betreuung, geteilt durch die Aufträge, die am Ende wirklich entstanden sind.

Ein Beispiel mit runden Zahlen, damit die Logik klar wird. 10.000 Euro Mediabudget plus 1.500 Euro Betreuung sind 11.500 Euro im Monat. Werden daraus drei abgeschlossene Aufträge à 15.000 Euro, hast du 45.000 Euro Umsatz für 11.500 Euro Werbekosten. Ob das gut ist, hängt allein an deiner Marge – aber der Klickpreis, über den die halbe Branche redet, taucht in der Rechnung gar nicht mehr auf. Er war nur ein Zwischenschritt.

Die wichtigste Frage vor jeder Budgetplanung ist deshalb nicht „Wie senke ich den CPC?". Sondern: Weiß mein System überhaupt, welche Klicks zu Aufträgen wurden? Solange der Offline-Abschluss nicht zurückkommt, rechnest du im Dunkeln. Egal wie günstig deine Klicks sind.

Faustregel: Ab wann sich der ganze Aufwand rechnet

Ehrlich, weil das die Seite besser macht als jedes Versprechen: Nicht für jeden lohnt sich ein durchdachtes High-Ticket-Setup. Die Schwelle, ab der es anfängt sich deutlich zu rechnen, liegt bei etwa 10.000 Euro monatlichem Mediabudget – kombiniert mit Produkten, deren einzelner Auftrag im fünfstelligen Bereich liegt.

Warum diese Schwelle? Unter 10.000 Euro Budget ist der absolute Betrag, den du durch besseres Tracking, sauberes Bidding und Offline-Conversion-Tracking rettest, oft zu klein, um den Einrichtungsaufwand zu tragen. Über der Schwelle dreht es sich um. Da ist Block 3 so groß, dass ein gutes Setup sich allein durch das gerettete Budget bezahlt macht – noch bevor ein einziger zusätzlicher Auftrag dazukommt.

Hast du ein kleineres Budget oder ein günstiges Produkt mit vielen schnellen Käufen, brauchst du das alles nicht in dieser Tiefe. Dann reicht ein solides Standard-Setup, und du bist mit den üblichen Ratgebern gut bedient. Ich sag das offen, weil es keinen Sinn hat, jemandem ein Offline-Conversion-Setup zu verkaufen, der davon nichts hat.

Ich bin Sergej, Fullstack-Marketer und Google-Ads-Freelancer aus Rheine. Seit über fünfzehn Jahren baue ich Marketing und Tracking für teure, erklärungsbedürftige Produkte mit Warenkörben zwischen 10.000 und 50.000 Euro – und habe damit über 25 Millionen Euro Umsatz für Kunden mitverursacht. Wenige Kunden, direkt, ehrliche Pauschale statt Prozent, kein Abo-Zwang. Wenn du wissen willst, was Google Ads in deinem Fall realistisch kostet und wo dein Budget gerade verbrennt, hol dir eine kostenlose Potenzialanalyse. Ich schaue mir dein Konto an und sage dir, ob und ab welchem Budget sich das für dich lohnt. Wenn nicht, dann das.

Häufige Fragen

Was kostet Google Ads im Monat bei teuren B2B-Produkten?

Eine pauschale Zahl gibt es nicht, aber drei Blöcke: das Mediabudget (was an Google geht), die Betreuung (typisch 500–1.500 € beim Freelancer, 800–2.500 € bei einer Agentur) und den versteckten Preis von schlechtem Setup. Für Produkte mit fünfstelligen Aufträgen fängt ein durchdachtes Setup ab etwa 10.000 € Mediabudget im Monat an, sich deutlich zu rechnen. Wichtiger als die Monatssumme ist der Preis pro unterschriebenem Auftrag – das ist die Zahl, an der du die Investition misst.

Was kostet ein Klick bei Google Ads im B2B?

Für B2B-Begriffe liegen die Klickpreise oft bei 5–20 €, in spitzen Nischen auch bei 30–80 €. Klingt teuer, ist es aber nur isoliert betrachtet. Steckt hinter einem Begriff ein 15.000-Euro-Auftrag mit guter Marge, darf der Klick teuer sein – selbst hundert Klicks tragen sich dann über einen einzigen Abschluss. Das Problem ist nicht der teure Klick, sondern der teure Klick auf eine schwache Landingpage mit lückenhaftem Tracking.

Was ist besser: Google-Ads-Freelancer oder Agentur?

Kommt auf dein Produkt an. Eine Agentur bringt ein Team und Vertretung, kostet aber Overhead – und oft fasst ein Junior dein Konto an, während der Senior im Pitch saß. Beim Freelancer arbeitet der, mit dem du sprichst: weniger Overhead, kürzere Wege, dafür eine Person. Für teure, erklärungsbedürftige Produkte, wo Tiefe statt Reichweite zählt, ist der Freelancer oft der bessere Schnitt – vorausgesetzt, er kennt sich mit langen Sales Cycles und Offline-Abschlüssen aus.

Pauschale, Prozent vom Budget oder Stundensatz – welches Betreuungsmodell ist fair?

Eine ehrliche Monatspauschale ist bei teuren Produkten meist am fairsten. Das Prozentmodell (10–20 % vom Budget) hat einen leisen Interessenkonflikt: Dein Dienstleister verdient mehr, wenn du mehr ausgibst – nicht, wenn dein Kosten-pro-Auftrag sinkt. Der Aufwand für ein Konto wächst ohnehin nicht linear mit dem Budget. Der Stundensatz (80–150 €) passt für einmalige Projekte und Audits, ist bei laufender Betreuung aber schwer zu deckeln.

Was bedeutet 'verbranntes Budget' und wie viel kostet schlechtes Setup wirklich?

Verbranntes Budget ist Geld, das in untaugliche Suchanfragen, falsche Standorte oder eine kaputte Conversion-Messung fließt, ohne je einen Auftrag zu bringen. Ein 10.000-Euro-Konto, das 30 % davon verbrennt, verliert im Jahr 36.000 € – mehr als die gesamte Jahresbetreuung, und ohne dass dir jemand dafür eine Rechnung schickt. Bei teuren Produkten ist dieser versteckte dritte Kostenblock oft größer als Mediabudget und Betreuung zusammen.

Warum reicht der Klickpreis nicht, um Google-Ads-Kosten zu beurteilen?

Weil der Klickpreis nur ein Zwischenschritt ist. Bei teuren Produkten zählt der Preis pro unterschriebenem Auftrag – Mediabudget plus Betreuung, geteilt durch die echten Abschlüsse. Ein günstiger Klick, der nirgendwo hinführt, ist teurer als ein teurer Klick, der zu einem 17.000-Euro-Auftrag wird. Solange der Offline-Abschluss nicht ins System zurückkommt, rechnest du im Dunkeln – egal wie niedrig dein CPC ist.

Ab welchem Budget lohnt sich ein durchdachtes High-Ticket-Setup?

Als Faustregel ab etwa 10.000 € monatlichem Mediabudget, kombiniert mit Produkten, deren einzelner Auftrag im fünfstelligen Bereich liegt. Darunter ist der Betrag, den du durch besseres Tracking, sauberes Bidding und Offline-Conversion-Tracking rettest, meist zu klein für den Aufwand. Darüber rechnet sich ein gutes Setup oft schon allein durch das gerettete Budget – bevor ein einziger zusätzlicher Auftrag dazukommt. In der kostenlosen Potenzialanalyse sage ich dir ehrlich, wo du stehst.

Was sich für dein Budget wirklich rechnet.

In der kostenlosen Potenzialanalyse schaue ich mir dein Setup an und sage dir ehrlich, wo dein Werbebudget am meisten bringt – und wo es aktuell verbrennt.