Tracking · Fehler

Google-Ads-Conversion wird nicht erfasst: such in dieser Reihenfolge

Klicks laufen, Conversion-Spalte bleibt leer? Die fünf Ursachen in Prüf-Reihenfolge: Gebotsquelle, Danke-Seite, Consent, Status, Netzwerk-Tab.

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Die Anzeigen laufen, die Klicks kosten Geld, und die Conversion-Spalte zeigt null. Oder fast null, obwohl im Postfach nachweislich Anfragen liegen. Dieses Fehlerbild hat in meiner Praxis fünf typische Ursachen, abklopfbar in fester Reihenfolge, von der häufigsten zur seltensten. Genau das machen wir jetzt.

Eine Abgrenzung vorweg: Diese Seite ist für den Fall, dass dein Tracking schon existiert und nicht mehr liefert. Wenn du noch gar keins hast, fang beim Einrichten von Grund auf an. Und wenn dein Symptom anders aussieht, findest du in der Fehler-Serie die anderen Ketten.

Ursache 1: die falsche Gebotsquelle

Der häufigste Fall, und der am wenigsten bekannte. Viele Konten importieren ihre Conversions aus GA4, statt das eigene Google-Ads-Tag zu nutzen. Klingt bequem, hat aber einen Haken: GA4 rechnet mit einem eigenen Attributionsmodell. Ein Lead, den GA4 der organischen Suche zuschreibt, kommt in Google Ads nie an, obwohl der Nutzer drei Tage vorher auf deine Anzeige geklickt hat. Dazu die Verzögerung des Exports, oft ein Tag oder mehr.

Prüfen: In Google Ads unter Ziele und Conversions die Spalte „Quelle“ ansehen. Steht da Google Analytics (GA4) und die Aktion ist primär, hast du den Kandidaten.

Fixen: Das direkte Conversion-Tag (über den Tag Manager) als primäre Aktion setzen, den GA4-Import auf sekundär. Primär heißt: Darauf bietet Smart Bidding. Sekundär heißt: Du siehst die Zahl, aber sie steuert nichts.

Ursache 2: die Danke-Seite ist weg oder stumm

Das klassische Bild nach einem Relaunch: Bis zum 14. liefen Conversions, ab dem 15. null. Fast immer hat sich die Danke-Seite geändert. Aus /danke/ wurde /vielen-dank/, und der Trigger hört noch auf die alte URL. Oder das neue Formular-Plugin zeigt den Erfolg als Einblendung auf derselben Seite. Dann gibt es gar keine Danke-Seite mehr, also auch keinen Seitenaufruf, auf den ein Tag feuern könnte.

Prüfen: Füll dein eigenes Formular aus. Wirklich. Schau, auf welcher URL du landest, und vergleich sie Zeichen für Zeichen mit der Bedingung im Trigger.

Fixen: Trigger auf die neue URL anpassen. Besser noch: den Formular-Erfolg als dataLayer-Event abgreifen, das übersteht auch den nächsten Relaunch.

Die EU-Realität: Lehnt ein Besucher den Banner ab, darf das Conversion-Tag oft gar nicht erst laden. Es feuert nicht heimlich trotzdem, es feuert gar nicht. Das Ergebnis ist keine Null, sondern eine Lücke: zehn Anfragen im Postfach, sechs Conversions im Konto.

Prüfen: Inkognito-Fenster, Banner ablehnen, Formular durchspielen, Netzwerk-Tab offen. Kommt kein Request an googleadservices raus, arbeitet der Consent Mode wie vorgesehen. Zweiter Durchlauf mit Zustimmung: Jetzt muss der Request kommen. Tut er das nicht, blockt der Banner auch Einwilligende, und das ist der eigentliche Fehler.

Fixen: Die Verdrahtung zwischen Banner und Tags prüfen (falsch konfigurierte Banner blocken erstaunlich oft alles). Die Lücke der Ablehner bleibt: Das ist Rechtslage, kein Technikfehler. Googles Modellierung füllt davon etwas auf, aber erst bei Volumina, die kleine Konten nie erreichen.

Ursache 4: die Aktion ist schlicht zu jung

Eine frisch angelegte Conversion-Aktion steht bis zu 48 Stunden auf „Nicht überprüft“. In dieser Zeit ist Panik unbegründet und Aktionismus schädlich. Der schlimmste Reflex: löschen und neu anlegen. Dann beginnt die Frist von vorn, und im Konto liegen zwei Aktionen mit demselben Namen (das rächt sich beim Aufräumen).

Prüfen: Statusspalte in der Conversion-Übersicht. „Nicht überprüft“ heißt nur: Google hat noch keine Conversion gesehen. Es sagt nichts darüber, ob das Tag kaputt ist.

Fixen: Warten und währenddessen die Ursachen 2 und 5 durchtesten. Erst wenn nach 48 Stunden und echtem Traffic nichts kommt, ist es ein Fehler.

Ursache 5: das Tag feuert, der Request kommt nie an

Der gemeinste Fall. Die Tag-Manager-Vorschau zeigt grün, und im Konto kommt trotzdem nichts an. Denn die Vorschau zeigt nur, was der Tag Manager versucht, nicht, ob der Request die Seite je verlassen hat. Ein Muster aus der Praxis: Die Danke-Seite leitet direkt nach dem Laden weiter, der Conversion-Request läuft in einen 302-Redirect und die Daten kommen nie an. In der Vorschau: alles grün. Im Konto: nichts.

Prüfen: Netzwerk-Tab der Browser-Konsole, Haken bei „Protokoll aufbewahren“, Filter auf googleadservices. Du willst den Request sehen, mit Status 200. Alles andere zählt nicht, egal was die Vorschau behauptet.

Fixen: Weiterleitungen auf der Danke-Seite entschärfen oder das Event erst auf der finalen URL feuern lassen. Und die Regel dahinter mitnehmen: Ein Befund gilt erst, wenn drei Ebenen ihn bestätigen. Tag gefeuert, Request mit 200 raus, Conversion im Konto angekommen.

Die Kette als Spickzettel

  • Wenn Conversions ab einem Datum auf null fielen, dann zuerst Danke-Seite und Trigger prüfen. Relaunch? Plugin-Update?
  • Wenn Conversions da sind, aber deutlich unter den Anfragen im Postfach liegen, dann die Consent-Kette testen, einmal mit und einmal ohne Zustimmung.
  • Wenn Conversions spät, lückenhaft oder am falschen Tag auftauchen, dann die Gebotsquelle prüfen: GA4-Import als primäre Aktion ist der Klassiker.
  • Wenn die Aktion jünger als zwei Tage ist, dann Status ansehen und abwarten statt neu anlegen.
  • Wenn die Vorschau grün zeigt und das Konto leer bleibt, dann in den Netzwerk-Tab: Request und Statuscode sind die Wahrheit.

Was es kostet, solange es kaputt ist

Der eigentliche Schaden ist nicht die leere Spalte. Smart Bidding lernt aus den Conversions, die ankommen. Fehlen die echten, optimiert der Algorithmus auf das, was übrig bleibt, und das sind die falschen Klicks. Wer meldet dir das? Niemand. Das Budget fließt weiter ab, jeden Tag, nur in die falsche Richtung. Deshalb gehört diese Prüfkette nicht ans Ende einer Krise, sondern an den Anfang jeder Woche, in der dir die Zahlen komisch vorkommen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis eine Conversion in Google Ads auftaucht?

Ein paar Stunden Verzögerung sind normal, beim GA4-Import auch ein Tag oder mehr. Neue Conversion-Aktionen brauchen bis zu 48 Stunden, bevor überhaupt etwas gezählt wird. Erst danach lohnt die Fehlersuche.

Die GTM-Vorschau zeigt, dass das Tag feuert. Reicht das nicht als Beweis?

Nein. Die Vorschau zeigt den Versuch, nicht die Ankunft. Ob der Request wirklich rausgeht, siehst du nur im Netzwerk-Tab, und zwar mit Status 200. Ein 302 dort heißt: Das Tag feuert, die Daten kommen trotzdem nie an.

Soll ich die Conversion-Aktion löschen und neu anlegen?

Fast nie. Du startest damit die 48-Stunden-Frist neu und produzierst Duplikate im Konto. Erst die Kette prüfen, neu anlegen ist der letzte Schritt, nicht der erste.

Reicht der GA4-Import als Conversion-Quelle für Google Ads?

Fürs Beobachten ja, fürs Bieten nein. GA4 rechnet mit einem eigenen Attributionsmodell und liefert verspätet. Primär sollte das direkte Ads-Tag sein, der Import läuft sekundär mit.

Wie viele Conversions kostet mich der Consent-Banner?

Je nach Branche und Banner-Gestaltung einen spürbaren Teil. Messen kannst du es selbst: Anfragen im Postfach gegen Conversions im Konto, gleicher Zeitraum. Die Lücke ist dein Consent-Verlust.

Google Ads optimiert gerade ins Leere?

Ohne saubere Conversions bietet Google auf die falschen Klicks. In der kostenlosen Potenzialanalyse prüfe ich Kette und Gebotsquelle.

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